Bei Tдtigkeiten mit metallischem Quecksilber oder anorganischen Queck silberverbindungen ist stattdessen die DGUV Empfehlung „Quecksilber und anorganische Quecksilberverbindungen“ zu verwenden. Der Anlass der Vorstellung muss zu diesem Zeitpunkt geklдrt sein. Hinweise hierzu finden sich in Kapitel 1 „Erlдuterungen zur Durchfьhrung arbeitsme dizinischer Beratungen und Untersuchungen“. Grundlage der arbeitsmedizinischen Vorsorge ist das Vorliegen einer aktu ellen Gefдhrdungsbeurteilung. Vor Durchfьhrung der Vorsorge mьssen dar ьber hinaus Kenntnisse zu den Arbeitsplatzverhдltnissen und der individu ellen Beanspruchung vorliegen, um Inhalte und Umfang der Beratung und ggf.
Untersuchung festzulegen. Arbeitsmedizinische Vorsorge ist angezeigt bei Tдtigkeiten mit Alkylqueck silberverbindungen, z. B. bei der Herstellung von Thiomersal, bei der Altlas tenbeseitigung (Saatgutbeizen, Antifoulingfarben) oder in der Forschung. Weitere Angaben siehe Abschnitt 6.1. 2 Fьr Alkylquecksilberverbindungen liegen derzeit keine Arbeitsplatzgrenzwerte nach TRGS 900 vor.
32 32 Alkylquecksilberverbindungen Arbeitsmedizinische Vorsorge gemäß ArbMedVV Pflichtvorsorge Bei Tätigkeiten mit Alkylquecksilberverbindungen, wenn • der Arbeitsplatzgrenzwert nach der Gefahrstoffver ordnung nicht eingehalten wird2 oder • der Gefahrstoff hautresorptiv ist und eine Gesund heitsgefährdung durch Hautkontakt nicht ausge schlossen werden kann. Angebotsvorsorge Bei Tätigkeiten mit Alkylquecksilberverbindungen, wenn eine Exposition nicht ausgeschlossen werden kann und der Arbeitgeber keine Pflichtvorsorge zu veranlassen hat.
Wunschvorsorge Auf Wunsch der versicherten Person zu ermöglichen, es sei denn, aufgrund der Beurteilung der Arbeitsbe dingungen und der getroffenen Schutzmaßnahmen ist nicht mit einem Gesundheitsschaden zu rechnen.