Garmin — DGUV Empfehlungen für arbeitsmedizinische Beratungen und … Garmin (EN)

5 Bescheinigung Nach erfolgter arbeitsmedizinischer Vorsorge erhalten die versicherte Per­ son und der Unternehmer bzw. die Unternehmerin eine Vorsorgebescheini­ gung gemдЯ AMR 6.3. 6 Stoffspezifische Hinweise Alkylquecksilberverbindungen sind organische Quecksilberverbindun­ gen mit einer Alkylgruppe oder zwei Alkylgruppen, die direkt am Quecksil­ ber gebunden sind, z. B. Methyl (-CH 3 ), Ethyl (-C 2 H 5 ) oder Propyl (-C 3 H 7 ). Ist der organische Rest stattdessen ein aromatischer Ring, der direkt mit dem Quecksilber verbunden ist, so ist dies keine Alkylquecksilberverbindung mehr, sondern eine Arylquecksilberverbindung.

Ein Arbeitsplatzgrenzwert fьr Alkylquecksilberverbindungen existiert ­aktuell nicht. Die Verbindungen sind sehr giftig und дuЯerst hautresorptiv. Es besteht der begrьndete Verdacht auf kanzerogenes Potenzial. Man unterscheidet zwischen: a) Dialkylquecksilberverbindungen Dialkylquecksilberverbindungen sind in Wasser schlecht lцsliche Flьs­ sigkeiten, die leicht flьchtig und lipophil sind. Bereits geringe Mengen kцnnen bei einem Hautkontakt zum Tod fьhren. Der einfachste Vertreter der Dialkylquecksilberverbindungen ist das Dimethylquecksilber H 3 C-Hg-CH 3 . Dimethylquecksilber ist eine auЯerordentlich giftige Organometallver­ bindung des Quecksilbers, das als starkes Nervengift gilt.

Es ist akut toxisch bei Hautkontakt (Kat. 1, H310), beim Einatmen (Kat. 2, H330) und beim Verschlucken (Kat. 2, H300). b) (Mono-)Alkylquecksilberverbindungen (Mono-)Alkylquecksilberverbindungen verfьgen neben der organi­ schen Alkylgruppe auch noch ьber einen anionischen Bindungspartner. ­Dadurch lцsen sich die Verbindungen gut in Wasser und Sдuren unter ­Bildung des Alkylquecksilber-Kations R-Hg + . Das Kation besitzt eine hohe Affinitдt zu Thiol-Gruppen (R-SH). Bekanntes Beispiel ist Methylquecksil­ berchlorid H 3 C-Hg + Cl - . 35 35 DGUV Empfehlungen zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge