Die Verwendung von organischen Quecksilberverbindungen wurde inzwi schen auf europдischer bzw. nationaler Ebene verboten bzw. stark einge schrдnkt. Ьber das Gefahrstoffinformationssystem GESTIS sind die Einstufungen und Bewertungen sowie weitere stoffspezifische Informationen verfьgbar. 6.1 Vorkommen, Gefahrenquellen Das ionische Methylquecksilber entsteht in der Umwelt ьberwiegend durch Biomethylierung von anorganischen Quecksilberverbindungen aus natьrlichen und anthropogenen Quellen. Die Allgemeinbevцlkerung wird hauptsдchlich durch Verzehr von Fisch und anderen Meeresprodukten mit Methylquecksilber belastet.
Insbesondere bei den folgenden Arbeitsverfahren oder Tдtigkeiten ist mit einer Exposition gegenьber Alkylquecksilberverbindungen zu rechnen: Herstellung und Verwendung von Thiomersal (CH 3 CH 2 -Hg-S-C 6 H 4 -COOH) als Konservierungsmittel in Impfstoffen, Immunglobulin-Prдparaten, Nasen- und Augentropfen und kosmetischen Produkten (in Konzentra tionen bis 0,007 % erlaubt) Verwendung als metallorganisches Synthesereagenz in der chemischen Industrie Verwendung in der biochemischen und biologischen Forschung Sanierung oder Verschrottung von Gegenstдnden und Bauteilen, welche mit Antifoulingfarben behandelt wurden Altlastenbeseitigung in agrochemischen Betrieben (Saatgutbeizen) Historisch:
Herstellung und Verwendung von Alkylquecksilberverbindun gen als Bakterizide, Fungizide, Insektizide und Antiseptika Phenylquecksilberacetat ist bzw. war eine hдufig verwendete organische Quecksilberverbindung aus der Klasse der Arylquecksilberverbindun gen. Es dient u. a. als Konservierungsmittel in Konzentrationen bis 0,01 % Quecksilber (seit 2017 gilt ein Verwendungsverbot, wenn die Quecksilber konzentration 0,01 % ьbersteigt). 3 3 Phenylquecksilberacetat und andere Arylquecksilberverbindungen fallen nicht unter die Angebots- und Pflichtvorsorge nach ArbMedVV gemдЯ Anhang 1, Absatz 1, Nummer 1 bzw. Anhang 1, Absatz 2, Nummer 1 . 36 36 Alkylquecksilberverbindungen