Garmin — DGUV Empfehlungen für arbeitsmedizinische Beratungen und … Garmin (EN)

Werden Tдtigkeiten mit hцherer Exposition in Lдrmbereichen ausgeьbt, sollten aufgrund der ototoxischen Eigenschaft von Quecksilberverbindun­ gen mцgliche Kombinationswirkungen mit Lдrm bei der Gehцruntersuchung nach der DGUV Empfehlung „Lдrm“ berьcksichtigt werden. 6.2 Aufnahme Die Aufnahme von Alkylquecksilberverbindungen erfolgt bevorzugt ьber die Atemwege in Form von Dдmpfen (insbesondere leichtflьchtige Dialkylquecksilberverbindungen), ьber die Haut durch Hautkontakt (sehr gute Resorptionsrate der ­Alkylquecksilberverbindungen), ьber den Verdauungstrakt (nahezu vollstдndige Resorption, z. B. H 3 C-Hg + :

90-95 %); die orale Aufnahme ist denkbar durch hohen Fisch- und Meeresfrьchtekonsum sowie bei Nahrungsmittelaufnahme in Berei­ chen mit Exposition gegenьber Alkylquecksilberverbindungen. 6.3 Wirkungen, Krankheitsbild 6.3.1 Wirkungsweise – allgemein Die organischen Quecksilberverbindungen sind gut lipidlцslich. Sie haben eine groЯe Affinitдt zum Zentralnervensystem und zum Fettgewebe und teil­ weise eine lange biologische Halbwertszeit. Sie neigen dementsprechend zur Kumulation. Aus toxikologischer Sicht sind zwei Gruppen von organi­ schen Quecksilberverbindungen zu unterscheiden: a) Die instabilen (schnell metabolisierten) organischen Nicht-Alkyl-Queck­ silberverbindungen.

Zu dieser Gruppe zдhlen die Aryl- und Alkoxialkyl-­ Quecksilberverbindungen und ihre Derivate. Diese Verbindungen entsprechen in ihrem toxikologischen Verhalten weitgehend den anorga­ nischen Quecksilberverbindungen. b) Die Alkylquecksilberverbindungen sind besonders flьchtig (hohe Sдt­ tigungskonzentration, von Propyl- zu Methyl-Quecksilberverbindun­ gen steigend). Sie sind relativ stabil und passieren leicht die Blut-Hirn- Schranke. Dabei ist das Dimethylquecksilber dominant. Die Aufnahme von Methylquecksilber ьber die Blut-Hirn-Schranke in das Gehirn verlдuft langsamer als in andere Organe. Jedoch ist die resultierende Konzentra­ tion im Gehirn 3- bis 6-mal hцher als im Blut.

Anorganische Quecksilber­ verbindungen kцnnen durch Bakterien in wдssriger Lцsung zu Methyl- Quecksilberverbindungen umgewandelt werden. 37 37 DGUV Empfehlungen zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge