HiPhi — HiPhi Spritzbeton Handbuch (DE)

Untergrund sind in diesem Moment die Schlьsselparameter. Die Folge von zu wenig Luft ist eine zu geringe Verdichtung des Betons, was sich wiederum negativ auf die End­ druckfestigkeit auswirken wьrde. Zu viel Luft erzeugt ьbermдssigen Staub und erhцht die Rьckprallverluste. Feine Zement- und Beschleunigerpartikel, die als Staub verloren gehen, sind darьber hinaus potenziell wichtige Bestandteile, die fьr eine optimale Festig- keitsentwicklung fehlen wьrden. Dementsprechend wьrde ein falscher Dьsenabstand, entweder zu weit oder zu nah am Untergrund, zu дhnlichen Effekten fьhren. Sehr frьhe Festigkeit (Versteifung/Abbindung), bis zu ca. 2 Stunden nach dem Auftragen:

Wдhrend die Grundmischung flьssig und pumpfдhig sein muss, muss ihre Konsistenz unmittelbar nach dem Spritzen steif werden. Je nach den indivi- duellen Anforderungen der Baustelle (Hang, Ausbruch usw.) wird die Entwicklung der Anfangsfestigkeit in drei verschiedenen J-Klassen nach EN 14487-1 definiert. Bei einem J2-Spritzbeton, der typischerweise bei Ьberkopfanwendungen eingesetzt wird, sind innerhalb der ersten ein bis zwei Stunden bis zu 1.0 – 1.5 MPa zu erreichen. Frьhfestigkeit , 2 bis 24 Stunden nach dem Auftragen: Im Anschluss an die Ansteifungs- phase (0 – 2 h) muss die Druckfestigkeit des frisch eingebauten Spritzbetons kontinuierlich ansteigen.

Die Frьhfestigkeit wird im Wesentlichen durch die Hydratationsreaktion des Zements erreicht. Die Grundmischung enthдlt Zusatzmittel zur Verbesserung verschiede- ner Eigenschaften (z.B. Verarbeitbarkeit, Pumpfдhigkeit, Spritzbarkeit, Dauerhaftigkeit), deren verzцgernde und verflьssigende Wirkung durch die Zugabe des Beschleunigers an der Dьse deaktiviert wird. Fьr die Sicherheit auf der Baustelle ist dieser Zeitraum von 2 bis 24 Stunden von entscheidender Bedeutung.

Bei einem entsprechenden Druckfestigkeits- anstieg im J2-Bereich wдhrend dieses Zeitraums kann davon ausgegangen werden, dass die Zementhydratation im Anschluss an die anfдngliche Beschleunigung ausreichend begon- nen hat, was entscheidend ist, um ein Herunterfallen des Spritzbetons zu verhindern. 3.4 AUSGEHДRTETER SPRITZBETON Je nachdem, ob der Spritzbeton als provisorische Auskleidung oder als endgьltige Innen- schale verwendet wird, sind die Anforderungen natьrlich unterschiedlich, insbesondere was die Dauerhaftigkeit betrifft.

Jede Art der Spritzbetonschale muss jedoch die Aus- bruchszone ьber einen definierten Zeitraum schьtzen und die entsprechenden statischen Eigenschaften aufweisen, sei es ьber Monate, Jahre oder dauerhaft. Endgьltige Druckfestigkeit: Die Endfestigkeit von Spritzbeton wird hauptsдchlich durch die Zementart und die allgemeine Mischungszusammensetzung bestimmt, z.B. durch die Kцrnung, den Wasser/Zement-Wert (w/z-Wert) und die Art des Beschleunigers. Im Tiefbau haben die ьblichen Anforderungen an die Enddruckfestigkeit fьr Spritzbeton keine Prioritдt, da der Spritzbeton hдufig nur zur temporдren Stabilisierung der Bau- grube eingesetzt wird.

Von den verschiedenen Zusatzmitteln, die verwendet werden kцnnen, haben das Fliessmittel (w/z-Wert) und der Beschleunigertyp den grцssten Einfluss auf die Druckfestigkeit. Energieabsorption: Je nach Geologie und Gebirgsmechanik ist der Spritzbeton in der Regel zu sprцde und erfordert eine Bewehrung fьr ein ausreichendes Tragverhalten. Diese Ver- 26