Haftung auf dem Untergrund Da der Spritzbeton mit sehr hoher Geschwindigkeit auf den Untergrund trifft, prallen zuerst alle Gesteinskцrner zurьck und es bildet sich zunдchst eine dьnne Zementleim- schicht, die als Haftbrьcke zwischen dem Untergrund und der Spritzbetonschale wirkt. Diese Leimpaste wird in kleinste Risse und Hohlrдume gepresst, wodurch eine starke Haftschicht entsteht. Abbinden und Aushдrten Nach dem Spritzen fungiert der Zementleim als “Klebstoff” fьr die aufgetragene Spritzbetonmischung. Er bettet und bindet die Gesteinskцrnermatrix innerhalb kurzer Zeit und trдgt damit wesentlich zu den mechanischen Eigenschaften von jungem und ausgehдrtetem Spritzbeton bei.
Im Gegensatz zu normalem Beton ist bei Spritzbeton die normale Zementhydratations- reaktion zusдtzlich mit der Beschleunigerchemie verknьpft. Die sehr schnelle Beschleu- nigungsreaktion hдngt stark von der Reaktivitдt des Zements und seiner Zementlцsung in der frischen Mischung ab. Daher muss der Zement sorgfдltig auf seine Eignung fьr die Verwendung von Spritzbeton geprьft werden. Typischerweise betrдgt der Zementgehalt in Spritzbeton etwa 400 – 500 kg/m 3 (bzw. bis zu ca. 100 kg Ersatz durch Zusatzstoffe). Die genaue Bindemittelmenge ist abhдngig vom Spritzverfahren und den Anforderungen an den Spritzbeton. 4.3 WASSER Der drittgrцsste Massenanteil einer Grundmischung ist Wasser.
Dieses hat im Spritzbeton zwei Funktionen: In der Grundmischung bestimmt Wasser (zusammen mit den Betonzusatzmitteln) die Konsistenz/Plastizitдt des Betons. 32