HiPhi — HiPhi Spritzbeton Handbuch (DE)

Zur Stabilisierung dieses Spritzbetons, nahezu ohne Haftung zum Untergrund, werden zunдchst im Auftragsbereich engmaschige Bewehrungsmatten zur Verringerung des Rьckpralls mit Hilfe von Ankern in der Nдhe der Bahnen eingebaut. Der Freiraum zwischen Bewehrungsmatte und Dichtungsbahn soll etwa das Dreifache der grцssten Gesteinskцr- nung betragen (d.h. fьr 8 mm, also 24 bis 30 mm). Der Spritzbeton wird dann in einem git- terartigen Muster aufgetragen, wobei die Verankerungspunkte des Netzes eingespritzt und anschliessend zu einem Gitter verbunden werden (Abbildung 2.6). Dieses Verfahren verhindert, dass das Rьckprallnetz “flattert” und sich frisch aufgetragener Spritzbeton ablцst.

Schliesslich werden die noch freien Bereiche gefьllt, um eine vollflдchige Schicht aus Spritzbeton zu erhalten. Fьr die zweite Bewehrungslage werden Abstandshalter an den Verankerungspunkten angebracht. Zur Ьberdeckung dieses Netzes wird Spritzbeton in der gleichen Weise wie bei der ersten Schicht aufgetragen. Nach der zweiten Beweh- rung wird schliesslich die Innenverkleidung mit Spritzbeton ьberzogen und die Oberflдche wie gewьnscht bearbeitet.

7 4 8 9 2 1 Untergrund Ausbruchsicherung und Abdichtungstrдger – Spritzbeton 3 Drainagematte – Sikaplan® W Tundrain 4 Befestigungselement fьr die Abdichtung – Sikaplan® WP Disc 1 6 5 Kunststoffdichtungsbahn – Sikaplan® WP/WT Schutzbahn – Sikaplan® WP/WT Protection Sheet 2 10 7 Befestigungsmittel fьr die Bewehrung – Anker mit Sika® AnchorFix 8 Matte zur Verringerung des Rьckpralls (optional) 10 9 Bewehrung Innenring – Spritzbeton 3 Abb 2.7: Zweischalige Tunnelauskleidung mit Spritzbeton 5 6 Neben der Verwendung von Dichtungsbahnen kann auch die Spritzbetonschale selbst bis zu einem gewissen Grad wasserdicht gemacht werden.

Spritzbeton ist, wie jede Art von Beton, von sich aus nie vollstдndig wasserdicht. Die Abdichtung des Ausbruchsbereichs und der Tunnelauskleidung kann bis zu einem gewissen Grad durch verschiedene Ansдtze und die Kombination verschiedener Konzepte und Massnahmen erreicht werden: Vorabdichtung (verhindert das Eindringen von Wasser in die Auskleidungsschicht) Je nach Menge und Druck des eindringenden Wassers kann dieses mit Hilfe von zuvor installierten Abdichtungsmassnahmen gestoppt oder abgeleitet werden.

Das Eindringen von Wasser kann durch Injektionen (Zement oder Harz) verhindert werden, um eine Wasser- barriere zu schaffen, oder durch ein Drainagesystem, das installiert wird, um das Wasser mit Hilfe von Drainagematten oder -rohren abzuleiten (z.B. Sika® FlexoDrain-System). 18