Alkylquecksilberverbindungen fьhren primдr zu Stцrungen des Zentral nervensystems. Die Eliminierung von Methylquecksilber folgt einer Kinetik 1. Ordnung. Methylquecksilber durchlдuft dabei mehrfach den enterohepatischen Kreis lauf und wird im Kolon mikrobiell demethyliert, dann nur noch zu ca. 10 % rьckresorbiert und der Rest als Hg 2+ im Stuhl ausgeschieden.
6.3.2 Akute/subakute Wirkungen Nierenfunktionsstцrungen (vermehrte Diurese, Albuminurie, Erythro zyturie) bis zur Anurie Entzьndung der Mundschleimhaut (Stomatitis, Gingivitis, schmierig be legte Ulcera, vornehmlich im Bereich kariцser Zдhne, Zahnlockerung) Der Ьbergang zur Ausprдgung weiterer Symptome wie unter 6.3.3 be schrieben, ist individuell verschieden. Methylquecksilber: klinische Symptome ab einer Konzentration von 0,2 µg/ml im Blut mцglich Die perkutane Aufnahme bereits weniger Tropfen (300 mg) Dimethyl quecksilber kann tцdlich verlaufen. 6.3.3 Chronische Wirkungen Stцrungen im Zentralnervensystem wie:
Ьbererregbarkeit дngstliche Befangenheit und Stimmungslabilitдt (Erethismus mercurialis) Fingertremor, Schьttelbewegungen der Arme, der Beine und des Kopfes (Tremor mercurialis) und stotternde und verwaschene Sprache (Psellismus mercurialis) verstдrkte vegetative Stigmata irreversible braune Verfдrbung der vorderen Linsenkapsel (Mercuria lentis) nur bei extremen Konzentrationen periphere Polyneuropathie Minamata-Krankheit allergisches Kontaktekzem 38 38 Alkylquecksilberverbindungen