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Profi-Wissen - STM Schweißtechnik Magdeburg GmbH
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Profi-Wissen 10 E/D/E INFO Profi-Wissen ElektrodenschweiЯen Systemerlдuterung Die Gerдte Beim ElektrodenschweiЯen (LichtbogenhandschweiЯen) wird die SchweiЯ- wдrme durch den elektrischen Lichtbogen erzeugt. Der Lichtbogen brennt zwischen dem Werkstьck und einer abschmelzenden Elektrode. Die Elektrode liefert also gleichzeitig den Zusatzwerkstoff. Die Stabelektrode wird in einen Elektrodenhalter eingespannt und vom SchweiЯer an der Nahtstelle gefьhrt. Stabelektroden sind im Allgemeinen umhьllt. Die Umhьllung schmilzt eben- falls ab und schьtzt durch freiwerdende Gase und als Schlacke das Schmelz- bad und den Lichtbogen vor dem Zutritt der Atmosphдre.
Nach dem Erkalten des Schmelzbades wird die Schlacke entfernt. Gerдte mit S-Zeichen kцnnen auch unter erhцhter elektrischer Gefдhrdung eingesetzt werden. SchweiЯgleichrichter und InverterschweiЯgerдte haben besonders gute SchweiЯeigenschaften und sind daher auch fьr Sonderelektro- den gut geeignet. SchweiЯbare Materialien Fast alle schweiЯbaren Werkstoffe kцnnen mit Stabelektroden geschweiЯt werden, z. B. Baustahl, Kesselstahl, Rцhrenstahl, Stahlguss, Edelstahl, Hart- auftragungsstдhle. Die besonderen Vorteile ElektrodenschweiЯen ist einfach und sicher. Die kompakten Gerдte sind problemlos zu handhaben und einfach zu transportieren.
Da kein Gas erforderlich ist, kann auch im Freien, selbst bei Wind, geschweiЯt werden. Die relativ niedrigen Anschaffungskosten ermцglichen den Einsatz in allen Bereichen, von der Industrie ьber das Handwerk bis zum Heimwerker. Stabelektrode Schlacke und Gas Aufgeschmolzene Zone Umhьllung Kernstab Lichtbogen Grundwerkstoff 10 Profiwissen Die SchweiЯ-Profis 10/10.2
Profi-Wissen 10 E/D/E INFO Profi-Wissen SchweiЯpositionen nach EN ISO 6947 und ASME Code, section IX Ьbernahme S. 3/30.80 10 Profiwissen Die SchweiЯ-Profis 10/10.4
Profi-Wissen 10 INFO E/D/E Profi-Wissen ElektrodenschweiЯen Wichtige Funktionen ARC FORCE: Moderne E-Hand Inverter wie beispielsweise der FORMAT E 151 verfьgen ьber eine ARC FORCE Regelung. Als ARC FORCE Regelung bezeichnet man die dynamische Anpassung des Lichtbogens. Bei kьrzer werdenden Lichtbogen wird der SchweiЯstrom er- hцht. Bedarfsgerechte Reduzierung bzw. Abschaltung des SchweiЯstroms. Ein Erlцschen des Lichtbogens im Kurzschlussfall und Hohlbrennen der Elektrode wird vermieden. ARC FORCE Regelung Spannung (V) Spannung (V) SchweiЯstrom (A) SchweiЯstrom (A) Hot Start Funktion: Ein kurzzeitig erhцhter SchweiЯstrom beim Start erleichtert das Zьnden des Lichtbogens. Anti Stick:
Bedarfsgerechte Reduzierung des SchweiЯstroms. Diese Funktion verhindert das Ausglьhen und "Klebenbleiben" der Stabelektrode. HOTSTART & ANTI STICK Regelung I [A] Hotstart-Phase 150 120 8 Anti Stick t 10 Profiwissen FORMAT E151 10/10.5
Profi-Wissen 10 E/D/E INFO Profi-Wissen ElektrodenschweiЯen Rьcktrocknung Mischverbindungen Stabelektroden und SchweiЯpulver kцnnen in Abhдngigkeit der Umhьl- lungs- bzw. der Kornzusammensetzung sowie der umgebenden Atmosphдre Feuchtigkeit aufnehmen. Die Notwendigkeit der Rьcktrocknung dieser SchweiЯzusдtze richtet sich nach dem Umhьllungs- bzw. Pulvertyp sowie der Streckgrenze und Blechdicke des zu verarbeitenden Stahls. Mit steigendem Legierungsgehalt und zunehmender Dehngrenze des Grundwerkstoffs sowie dem Spannungszustand der Konstruktion wдchst die Gefahr der wasserstoff- induzierten Rissbildung. 1.
Anforderungen Martensitfreies (-armes) Gefьge der Vermischungszone sowie Einhaltung bauteilbedingter Festigkeitswerte. 2. SchweiЯzusдtze und -prozesse Die kritische Stelle bei Austenit-Ferrit-Verbindungen (oft auch in umgekehrter Reihenfolge als Schwarz-WeiЯ-Verbindungen bezeichnet) ist die Ьbergangs/ Vermischungszone zwischen dem ferritischen Grundwerkstoff und dem hochlegierten, austenitischen bzw. austenitisch-ferritischen SchweiЯzusatz (Austenit). Auf jeden Fall sollte diese Zone keine hohen Martensitanteile enthalten, da die Sprцdigkeit eines solchen Gefьgeanteiles die SchweiЯver- bindung gefдhrden und zum Bruch fьhren kann.
Basische Stabelektroden und basische SchweiЯpulver sollten daher grundsдtz- lich rьckgetrocknet werden. Bei niedriglegierten basischen Stabelektroden und SchweiЯpulvern, die zum SchweiЯen von Stдhlen mit einer Streckgrenze von 2 Stunden bei 250 °C. Dieser Forderung genьgen folgende Thermanit-SchweiЯzusдtze: 2.1 Austenitische (ferritfreie und ferrithaltige) SchweiЯzusдtze mit Zusammen- Sehr niedrige H 2 -Gehalte von von Stabelektroden, wie es oft fьr das SchweiЯen von warmfesten Stдhlen und Feinkornbaustдhlen mit Dehngrenzen > 355 N/mm gefordert wird, kцnnen nur durch Rьcktrocknung von mindestens 2 Stunden bei 300 bis 350 °C erzielt werden.
setzungen, deren Gefьgepunkte im Schaeffl er-Diagramm eine gьnstige Lage haben. Sie werden ьberwiegend mit vermischungsarmen Prozessen (WIG und Stabelektrode) verschweiЯt: Thermanit X, 20/10, 22/09, 23/11 MoZL, 25/14 E, 30/10. Bei Thermanit X kцnnen auch SG-Drahtelektroden, bei Thermanit 20/10, 22/09 und 25/14 E auch SG- und UP-Drahtelektroden verwendet werden, wobei aber die Hinweise unter Abs. B.2.2 besonders zu beachten sind. Niedriglegierte sauer-, rutil- und rutilbasisch umhьllte Stabelektroden (Einstu- fung gemдЯ EN 499: A, R, RR, RC, RA, RB) bedьrfen im Allgemeinen keiner Rьcktrocknung, soweit die Stabelektroden in unbeschдdigter Verpackung tro- cken gelagert werden.
Falls die Umhьllung der genannten Stabelektrodenklas- sen infolge unsachgemдЯer Lagerung einen zu hohen Wassergehalt besitzt, kann eine Rьcktrocknung von einer Stunde bei 100 bis 110 °C erfolgen. 2.2 Die Nickel-Basis-SchweiЯzusдtze Thermanit Nicro 82, Nicro 182 und 625. 3. Wдrmebehandlung Eine Spannungsarmglьhung darf bei den austenitischen bzw. austenitisch-fer- ritischen SchweiЯzusдtzen nur bei Temperaturen bis max. 300 °C ausgefьhrt werden, da bei hцheren Temperaturen im Ьbergang des ferritischen Grund- werkstoffes zum SchweiЯgut eine Cr-Karbid-Zone entsteht, die die Festigkeit und Verformungsfдhigkeit der Verbindung vermindert.
Selbstverstдndlich dьrfen auch im Betrieb keine hцheren (Dauer-)Temperaturen vorliegen. Cellulose-Elektroden benцtigen zur Entfaltung optimaler SchweiЯeigenschaf- ten eine defi nierte Feuchtigkeit in der Umhьllung. Sie werden daher vorwie- gend in Blechdosen verpackt. Diese Elektroden dьrfen nicht rьckgetrocknet werden! Hochlegierte Stabelektroden sollten aus Sicherheitsgrьnden 2 Stunden bei 300 °C ± 25 °C rьckgetrocknet werden, um evtl. Startporen zu vermeiden. Die Zwischenlagerung der rьckgetrockneten SchweiЯzusдtze sollte bei ca. 150 °C erfolgen. 4.
Sonderstellung von Thermanit Nicro 82, Nicro 182 und 625 Die Ni-Basis-Legierungen Thermanit Nicro 82, Nicro 182 und 625 sind entsprechend ihren hohen Legierungsgehalten in Bezug auf Vermischung wesentlich unkritischer und lassen auЯerdem auch „echte” Spannungsarm- glьhtemperaturen zu. Allerdings dьrfen diese SchweiЯzusдtze keineswegs nur als „Zwischenlage” verwendet werden. Wurde die Naht nдmlich mit einem austenitisch-ferritischen SchweiЯzusatz weiter geschweiЯt, ergдbe sich im Ьbergang durch Ni-Aufnahme aus der Ni-Basis-Legierung eine ferritfreie, vollaustenitische Zone mit hoher Warmrissanfдlligkeit.
Mehrmaliges Rьcktrocknen ist fьr alle Elektrodentypen (auЯer Cellulose- Elektroden) zulдssig, jedoch soll eine Gesamtrьcktrocknungsdauer von 10 Stunden nicht ьberschritten werden. Stabelektroden kцnnen auf Wunsch auch in Vakuumverpackung geliefert werden. Bei dieser Verpackungsvariante kцnnen die Stabelektroden ohne Rьcktrocknung und WarmhaltemaЯnahmen bis zu 9 Stunden (eine Schicht- lдnge) nach dem Цffnen problemlos verarbeitet werden. Hierbei werden H 2 -Gehalte von Lдnger offen gelagerte Stabelektroden kцnnen durch Rьcktrocknen von 2 Stunden bei 300 bis 350 °C regeneriert werden. 10 Profiwissen Die SchweiЯ-Profis 10/10.6