HiPhi — HiPhi Spritzbeton Handbuch (DE)

Mit diesem Verfahren kцnnen beliebige Spritzmaterialien zu einer Spritzdьse gefцrdert werden, z.B. von nassen bis zu ofentrockenen Mischungen und sind somit fьr folgende Anwendungen geeignet: Trockenspritzbeton Erdfeuchter Spritzbeton Nassspritzbeton Das in jьngerer Zeit entwickelte Dichtstromverfahren (Abbildung 1.2) дhnelt sehr stark dem Pumpbetonverfahren, bei dem eine pumpfдhige, nasse Spritzbeton Grundmischung zur Dьse gefцrdert und von dort mit Hilfe von Druckluft in Spritzbeton umgewandelt wird. Bei beiden Spritzverfahren durchlдuft die Grundmischung die Dьse mit sehr hoher Ge- schwindigkeit (ca. 30 – 40 m/s).

Der Strahl wird geformt und die anderen relevanten Bestandteile der Mischung werden hinzugefьgt, wie Wasser fьr den Trockenspritzbeton, Druckluft fьr das Dichtstromverfahren und gegebenenfalls Spritzbetonbeschleuniger. Anschliessend wird die gespritzte Betonmischung mit hoher Geschwindigkeit auf den Untergrund geschleudert, so dass sich auf dem Untergrund kontinuierlich eine vollstдndig verdichtete Spritzbetonstruktur bildet. Daraus ergibt sich ein grosser Vorteil gegenьber herkцmmlichen Betonierverfahren: Betonieren ohne Schalung. Die hohe Aufprallenergie des gespritzten Materials bewirkt einen guten Verbund mit dem Untergrund.

Aufgrund der hohen kinetischen Energie des gespritzten Materials gehen zu- nдchst alle groben Gesteinskцrnungen im ersten Durchgang als Rьckprall verloren. Auf diese Weise bildet sich an der Grenzflдche eine dьnne Schicht des Restsandes und des Bindemittelleims, die durch den Druck auch in die kleinsten Risse und Hohlrдume der Untergrundoberflдche gepresst wird, wodurch eine hervorragende Haftung entsteht. Abgesehen von diesem vorteilhaften Effekt des Rьckpralls zur Erzielung einer Haftschicht Abb 1.1: Spritzbeton im Dьnnstromverfahren 8